Faires Regattasegeln (WR2) nach den Wettfahrtregeln von World-Sailing und den Segelanweisungen mit Wertung nach B.A.Z.-Ausgleichszahl passend zum Bootstyp nach berechneter Zeit.
Für eine Anzahl auf dem Bootsmarkt angebotener Sportboot Klassen liegen die B.A.Z.-Ausgleichszahlen bereits vor.

Die Berechnungsformel für die B.A.Z. wurde 2013 entwickelt und seither an realen Regatta Ergebnissen überprüft. Diese Formel mit der Berechnungssoftware ist unverändert und bleibt zukünftig ohne Änderungen bei Regatten im Einsatz.
Seit 2015 bieten die Kressbronner Segler e.V. beim jährlichen Oberseepokal zur Erprobung der Gesamt-Wertung nach B.A.Z. für unterschiedliche gleitfähige Sportboote Regatten an.
Die erstellten Ranglisten nach berechneter Zeit fanden die uneingeschränkte Zustimmung der Segler.
Diese Formel ist ein neuer Ansatz, der das Boots-Handicap B.A.Z. berechnet, basierend auf messbaren Bootsdaten, die deshalb jederzeit nachprüfbar sind, anhand eines mathematischen Modells.

Das Modell repräsentiert mit der proportional berechneten Ausgleichszahl B.A.Z. die Segeleigenschaften des Sportboots innerhalb seines spezifischen Einsatzbereiches, der durch das gesamte Bootsdesign vorgegeben ist.

Definition der Sportboote nach B.A.Z.:

Zugelassen sind Segelboote mit einem Displacement im Vermessungstrimm <=2000 kg (ohne Segel) mit Wasserlinienlänge WSL <= 9,00 m (WSL = LOA – VÜ), mit der Fähigkeit zu gleiten:
*Kriterium: SB-Code <= 4,5
dieses ist bestimmt über die Formel:
Displacement / WSL /\ 3 (WSL siehe oben)
*Kriterium: mittlere Segeltragezahl >= 6,079
2. Wurzel der Segelfläche / 3. Wurzel der Verdrängung, als Mittelwert der Am-Wind- + Vor-Wind-Segeltragezahl (Segelfläche in qm, die Verdrängung in cbm (t) Wasser)

B.A.Z-Berechnungsschritte aus den Sportboot Daten.
Vier Berechnungsschritte führen zum Ergebnis eines B.A.Z. - Handicaps für Regatta Kurse „Up and Down“ oder „Mittelstrecke“.

Schritt 1 - Wegstrecke Amwind (Up), Gewichtung 50 %

Main - Groß m*m IMS-UMS
JIB-Genua - Headsail set flying m*m IMS-UMS
Trapez m*m optional, Klassenregel
Boots-Masse t  
Crew-Masse t normiert, 1 Crew = 0,075 t
Länge Wasserlinie m LOA – VÜ (vordererÜberhang)

Schritt 2 - Wegstrecke VorWind (Down), Gewichtung 50 %

Main - Groß m*m IMS-UMS
Spi-Neben-Fläche m*m Berechnung mit SPL, J, SL
Gennaker/Spi asymm. m*m Berechnung mit TPS, J, ASL
JIB zum Spigang m*m  IMS-UMS, opt. Segelanweisung
Boots-Masse t  
Crew-Masse t normiert, 1 Crew = 0,075 t
Länge Wasserlinie m LOA – VÜ (vordererÜberhang)

Schritt 3 - Zusammenführung zu 100 % der Kursstrecke

Die Addition der Ergebnisse aus den Berechnungsschritten 1+2 ergibt den Handicap Wert B.A.Z. als Mittelwert.

Schritt 4 - Für einen Mittelstreckenkurs (als Dreieck)

Das B.A.Z. Handicap wird berechnet durch Gewichtung der Wegstrecken 1 und 2, entsprechend dem normierten Dreieck - Kurs
(1 Amwind-, Kreuzkurs 58,6 %, 2 VorWind, Linearkurse 41,4%).
Den Handicap Wert B.A.Z. ergibt der gewichtete Mittelwert.